Dozent | Lecturer: Sebastian Berweck

Eintritt | Admission: frei (Spenden erwünscht) | free admission, donations

Musik - damit verbindet man zunächst einmal Geigen, Klaviere und Blasinstrumente. Elektronik und Elektrizität scheinen diesen zunächst einmal fremd gegenüber zu stehen, dabei ist doch fast alle Musik, die wir hören, von ihnen beeinflusst: die Stereoanlage, die Aufnahmeverfahren, die Übertragung auf Medien und durch Funk und Kabel und nicht zuletzt die Produktion der Musik selber sind schon lange von der Elektronik geprägt. Wer heute Pop und Filmmusik hört, hört elektronische Musik. Und nicht vergessen darf man natürlich auch so fantastische Instrumente wie die E-Gitarre, die E-Orgel, das Fender Rhodes oder die Synthesizer, für die viele ihre Oma verkaufen würden. Man kann also durchaus fragen, wieso Musik auf elektr(on)ischen Instrumenten vielen noch als fremd erscheint, während auf eine Kiste Holz gespannter und mit einem Pferdeschweif gestrichener Katzendarm warme, harmonische Gefühle hervor ruft. Und was sagt eigentlich die Katze dazu?

Der heutige Abend soll also ein bisschen aufklären, was es mit der ganzen Elektronik auf sich hat, von den Anfängen während der Erfindung des Telefons über das 20 Tonnen schwere Telharmonium in New York City bis zu den Anfängen der Elektronischen Musik in den Studios von Köln und Paris bis zur Musikproduktion am Computer. Also ein Vortrag mit viel Musik und Bildern, und lernen kann man auch noch was. Viel Vergnügen.

Sebastian Berweck ist einer der profiliertesten Pianisten und Performer für experimentelle zeitgenössische Musik. Er hat über 220 Stücke ur- und erstaufgeführt, von denen die meisten ihm gewidmet sind. Sein Repertoire besteht fast ausschließlich aus neuesten Stücken, die oft einen großen Körpereinsatz erfordern, Elektronik einsetzen oder die kein anderer spielen will.
Er ist promoviert, Mitglied von stock11 und lebt in Berlin.

 

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